Aktuell


Verleihung des Kärntner Menschenrechtspreises. LH Peter Kaiser, Hans Heider, Alexandra Schmidt (Erinnern Villach – Verein für Erinnerungskultur), Astrid Roblyek, Astrid Körner, Larissa Krainer,

Fotohinweis: LPD Kärnten/Kuess




Stadtführung mit Dr. Werner Koroschitz und VADA

01.Juni 2025 um 17 Uhr

Die performative Stadtführung von Historiker Werner Koroschitz und VADA, dem Verein zur Anregung des dramatischen Appetits, beschäftigt sich mit der Verdrängung der nationalsozialistischen Vergangenheit in Villach nach 1945. Stationen sind u. a. der Villacher Hauptbahnhof und das Rathaus, an dem bildliche Ausgestaltungen nach 1945 an NS-Künstler vergeben wurden. Am Hauptplatz wird an das Gestapo-Gefängnis und die Gewaltexzesse gegen jüdische Familien im Zuge des Novemberpogroms 1938 erinnert.

Performativni sprehod po mestu zgodovinarja Wernerja Koroschitza in Društvo za vzbujanje dramskega apetita (VADA) se ukvarja s (v pozabo) potlačeno nacionalsocialistično preteklostjo v Beljaku po letu 1945. Dve od postaj bosta med drugim glavna železniška postaja Beljak in rotovž, katerega slikovna obdelava je bila po letu 1945 zaupana nacionalsocialističnim umetnikom. Na glavnem trgu se bo možno spomniti gestapovskega zapora in nasilnih izgredov, naperjenih proti judovskim družinam tekom novembrskega pogroma 1938.

Anmeldung unter: erinnernvillach@gmail.com


Gedenkworte zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft


Die gesamte Rede gibt es hier: https://erinnernvillach.com/dr-werner-wintersteiner-rede-zum-tag-der-befreiung-14-mai-2025/



Eröffnung am Dienstag, 6. Mai 2025, 19 Uhr

Eröffnung: Helena Verdel, Vida Obid und Sissi Rausch, Kuratorinnen

Musikalische Begleitung: Ensemble PRAPROTNICE

Die Ausstellung »Der weibliche Name des Widerstands | Žensko ime odpora «erinnert an Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime. Im März 1943 konstituierte sich in Eisenkappel | Železna Kapla die slowenische Antifaschistische Frauenfront (Antifašisticna fronta žena) auch in Kärnten. Aus diesem Anlass konzipierten die Kuratorinnen Helena Verdel und Vida Obid im Auftrag der Geschichtsinitiative WerkStattMuseum/delavnicaMUZEJ im Margarete Schütte-Lihotzky Haus eine Ausstellung über den Widerstand der Kärntner slowenischen Frauen. Die Kuratorinnen Elisabeth Holzinger, Sissi Rausch und Gerti Malle verbanden dies mit Beispielen des NS-Widerstands von Frauen aus dem gesamt österreichischen Raum, darunter auch aus Villach.

Die zweisprachig gehaltene Ausstellung versteht sich auch als Hinweis darauf, dass die Erforschung und die Einbeziehung des weiblichen Widerstands in die offizielle Erinnerungspolitik und Forschung weit hinter den Bemühungen nicht staatlicher Organisationen sowie einzelner Wissenschaftler:innen zurückbleibt. Ein wichtiges Anliegen der Ausstellung ist daher auch die Popularisierung eine erweiterten Widerstandsbegriffs, der viele subversive, widerständige Handlunge auch abseits des Kampfes mit der Waffe einbezieht.


„Ich war mit Freuden dabei.“ Der Kärntner KZ-Arzt Sigbert Ramsaue

Mittwoch, 29. Jänner 2025 um 19:00 Uhr im Dinzlschloss Villach

Im KZ am Loibl herrschte er von 1943 bis 1945 über Leben und Tod: Sigbert Ramsauer, SS-Hauptsturmführer und Arzt aus Klagenfurt. Er wurde 1947 zwar zu lebenslanger Haft verurteilt, praktizierte jedoch bald wieder im LKH und bis zu seinem Tod 1991 als praktischer Arzt in Klagenfurt. In einem Nachruf hieß es: „Die Kärntner Ärzteschaft wird ihn stets in ehrender Erinnerung behalten.“ 

Das Autorenduo Lisa Rettl und Peter Pirker gibt nun im Rahmen dieses Vortrags tiefe Einblicke – nicht nur in das Leben dieses Kärntner NS-Täters, sondern auch in die Abgründe der österreichischen Gesellschaft.


Donnerstag, 7. November 2024 um 19:00 Uhr

In ihrem 2018 erschienen Dokumentarfilm „Let´s keep it“ arbeitet die aus Villach gebürtige Historikerin, Journalistin und Regisseurin Burgl Czeitschner die problematische Haltung Österreichs zur Restitution „arisierter“ Liegenschaften auf. Die Beschäftigung mit diesem Thema ist zugleich aber auch eine kritische Reflexion ihrer eigenen Familiengeschichte. Ihr Großvater, Moritz Czeitschner, war zwischen 1938 und 1944 Bürgermeister von Velden und leistete in seiner Amtszeit aktive Hilfe zur „Arisierung“ jüdischen Eigentums. 
Im Rahmen unserer diesjährigen Gedenkveranstaltung erzählt Burgl Czeitschner, wie es ihr gelungen ist, dass ihr Apfel weit vom Stamm fiel.


Die Gedenkrede von Antonio Fian vom 14. Mai 2024 kann jetzt hier nachgelesen werden.


Gedenkfeier 2024: Dienstag, 14. Mai 2024, 18:00 Uhr am Denkmal der Namen

Achtung: bei Regenwetter findet die Veranstaltung im Foyer des Museums statt!


Harald Walser – Ein Engel in der Hölle von Auschwitz.
Lesung im Dinzlschloss am 30.01.2024

Zum Buch: Als die Krankenschwester Maria Stromberger während des zweiten Weltkrieges in ein Krankenhaus bei Auschwitz versetzt wird, erfährt sie die Gräueltaten des NS Regimes aus nächster Nähe. Sie entscheidet sich freiwillig für den Dienst im Konzentrationslager und unterstützt in ihrer Tätigkeit als SS-Oberkrankenschwester den dortigen Widerstand.

In „Ein Engel in der Hölle von Auschwitz” beschreibt der Historiker und Autor Harald Walser den ungewöhnlichen Lebensweg der Bregenzer Krankenschwester und schildert auf beeindruckende Art und Weise ihren Wirkungsgrad, Kontaktpersonen und ihre schwere Zeit nach Auschwitz. Die Einzigartigkeit von Strombergers Lebensgeschichte wird mithilfe vieler neuer Quellen umfassend gewürdigt.

Produktspezifikationen

Zum Autor: Harald Walser, Dr., Studium der Geschichte und Germanistik, Promotion über die „Illegale NSDAP in Tirol und Vorarlberg“. Zahlreiche Publikationen zur regionalen Zeitgeschichte in Tirol und Vorarlberg mit den Schwerpunkten Nationalsozialismus, Arbeiterbewegung, Judentum, Kultur und Bildungsgeschichte. Walser war Direktor des Gymnasiums Feldkirch und von 2008 bis 2017 Abgeordneter der Grünen zum Nationalrat mit den Arbeitsschwerpunkten Bildung und Vergangenheitspolitik. Er ist Kolumnist der „Vorarlberger Nachrichten“.


Vorankündigung: Gedenken an die Novemberpogrome 1938


Der Kaki Baum als Symbol einer weltweiten Friedensbewegung

Die Rede anlässlich des Gedenkens an die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 von Birgit Seymann (Verein Erinnern Villach) kann ab jetzt hier nachgelesen werden.

Susanne Zimmermann, Hans Haider, Birgit Seymann und Peter Göldner am Friedensbaum.

Foto: Peter Kleinarth


Am 6.August 1945 wurde auf die Stadt Hiroshima und am 9. August 1945 auf die Stadt Nagasaki eine Atombombe abgeworfen. Seither hat das atomare Wettrüsten die Welt mehrmals an den Rand des Abgrunds gebracht. Und der russisch-ukrainische Krieg lässt die atomare Gefahr erneut steigen.

Aus diesem Anlass organisiert unser Verein eine Gedenkveranstaltung im Garten des Museums der Stadt Villach beim „Friedens-Kakibaum“. (Zugang über die Schanzgasse)

Programm:
Begrüßung: Alexandra Schmidt (Obfrau)
Rede zum Thema: Birgitt Seymann
Gesang: Susanne Zimmermann
Textlesung: Peter Göldner


Ein Friedenssymbol für Villach

Foto: Birgit Seymann

https://www.5min.at/202306671911/villach-pflanzt-ersten-friedens-kaki/

https://www.aau.at/blog/zff-veranstaltungstipp-ein-zeichen-fuer-den-frieden-in-villach/

https://tvthek.orf.at/profile/Kaernten-heute/70022/Kaernten-heute/14183336/Meldungen/15415124 (Kärnten heute, ab 9:31)

Die Reden von Werner Wintersteiner und Francesco Foletti können hier und hier nachgelesen werde!

Wie durch ein Wunder hat ein Kakibaum in Nagasaki den Atombombenabwurf im Jahre 1945 überlebt. Aus den Sämlingen seiner Früchte werden nun neue Bäume gezogen und als Friedenssymbole auf der ganzen Welt verbreitet. Auf Initiative unseres Vereins wird nun in Villach ein solcher Kaki-Baum gepflanzt und damit diese Friedensbotschaft erstmals auch nach Österreich getragen. 

Eine Initiative des Vereins „Erinnern Villach“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Villach, dem Jugendrat der Stadt Villach, dem Turbo-Theater und dem Gymnasium St. Martin. 


Simone Schönett – Gedenkrede vom 16.Mai 2023

Die Gedenkrede von Simone Schönett vom 16. Mai 2023 kann jetzt hier nachgelesen werden.


Gedenkfeier 2023: Dienstag, 16. Mai 2023, 18:00 Uhr am Denkmal der Namen

Unsere diesjährige Gedenkfeier steht ganz im Zeichen des Schicksals der Villacher Sinti-Familien.


Wege zur Erinnerung – Gedenkspaziergang auf jüdischen Spuren

Pogrom-Ausschreitungen bei Familie Weissberger in der Peraustrasse, 10. November 1938.
Foto: Sammlung Alexander Logar, Ferlach

Anlässlich des diesjährigen Gedenkens an die Pogrome vom 9./10. November 1938 begeben sich Hans Haider und Alexandra Schmidt auf die Spuren jüdischer Familien in Villach.

Wann: Donnerstag, 10. November 2022 ab 17:00 Uhr

Treffpunkt: Aula Peraugymnasium

Weitere Stationen:
Italienerstrasse/Hans-Gasser-Platz
Rathausplatz
Hauptplatz/Pestsäule
Unterer Kirchplatz
Schlusspunkt: Denkmal der Namen/Widmanngasse

Dauer: ca. 1-1,5 Stunden


Bericht zur diesjährigen Gedenkveranstaltung am Loibl.
Danke an den Verein Lila Winkel

https://www.meinbezirk.at/villach/c-regionauten-community/gedenkveranstaltung-beim-kz-loibl-nord_a5412484


Neue Strassenbenennung nach Villacher Widerstandskämpferin

In Villach-St.Agathen gibt es nun einen Gisela-Tschofenig-Weg, benannt nach der Villacher Widerstandskämpferin, die kurz vor Kriegsende im Lager Schörgenhub bei Linz hingerichtet wurde.


GEDENKFEIER 2022

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Unsere jährliche Gedenkfeier findet am
Mittwoch, den 11. Mai 2022 um 18.00 Uhr
vor dem Denkmal der Namen in der Widmanngasse statt.

Grußworte: Bürgermeister Günther Albel
Gedenkrede: Dr. Michael Koschat
Lesung: Yulia Ismailova und Felix Strasser
Gedenkworte: Peter Stocker, Verein Lila Winkel
Musikalische Begleitung: Günther Lenart, Saxophon



Veranstaltung Wege aus dem Krieg …

Der Krieg um die Ukraine wühlt uns alle auf. Er führt zu leidenschaftlichen Debatten, aber auch zu leidenschaftlichen und unbedachten Reaktionen. Wir spüren unsere Machtlosigkeit. Umso mehr brauchen wir jetzt die Suche nach einem Paradigmenwechsel – weg von der Logik der Sicherheit durch Gewalt hin zu einer Friedenslogik. 

Stadt Villach, Willkommen Nachbar, Amnesty International, Plattform Migration Kärnten und der Verein „Erinnern-Villach“ laden zu einem Gedankenaustausch mit anschließender Diskussion ein.


Wege aus dem Krieg in der Ukraine?
Deeskalation – Waffenstillstand – Friedenssuche

Freitag, 18. März 2022, 19.00 Uhr
Kleiner Bambergsaal, Parkhotel Villach, Moritschstraße 

Impulsreferat: Univ. Prof. i.R. Dr. Werner Wintersteiner
Impulsreferat: NR. Abg. i.R.Mag.a Christine Muttonen
Begrüßung und Moderation: Dr.in Carla Küffner

Christine Muttonen wurde im Jahr 2000 Mitglied der österreichischen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung der OSZE.Ab 2014 bis 2016 war sie Vizepräsidentin, von 2016 bis 2017 Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung der OSZE. Im Januar 2016 wurde sie zur Sonderbeauftragten der Parlamentarischen Versammlung für Zentral- und Ostasien ernannt.

Werner Wintersteiner ist Gründer des »Zentrums für Friedensforschung und Friedensbildung« an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und arbeitet im Leitungsteam des Master-Lehrgangs »Global Citizenship Education«.

Carla Küffner ist Professorin an der FH Kärnten im Studiengang Disability & Diversity Studies und Sprecherin der Plattform Migration Kärnten. 

ACHTUNG: Die Langversion der Ukraine-Diskussion in Villach ist inzwischen online; erreichbar über die Homepage: https://www.ewigkeitsgasse.at/friedenssuche.html

oder direkt auf YouTube: https://youtu.be/TwkZ7cC2Asc

Die Links kann man gerne schon weitergeben. Darüber hinaus wird es noch eine 20 Minuten Fassung geben, die aber noch in Arbeit ist.


Internationaler Holocaust-Gedenktag – Gemeinsam gegen Antisemitismus

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Jänner, des Befreiungstags des KZ Auschwitz durch die Rote Armee, laden wir zu einer Mahnwache für die Opfer des Nationalsozialismus ein. Erinnern wir uns gemeinsam an die vielen Millionen Menschen, die das Terrorregime ermordet hat. 

Donnerstag, den 27. Jänner von 17.00 – 18.00 Uhr am Hans-Gasser Platz.
Tafeln mit entsprechenden Aufschriften sind vorbereitet. Wir bitten darum, Mund-Nasenschutz mitzunehmen und Abstand einzuhalten. 

Ansprache: Univ. Prof. (i.R.) Dr. Werner Wintersteiner (Rede kann unter der Rubrik Worte/Vorträge nachgelesen werden)
Veranstalter: Verein „Erinnern-Villach“, Villacher Grüne, Willkommen Nachbar, Erinnern.at

Aussage eines Soldaten der Roten Armee, die das Vernichtungslager Auschwitz am 27. Januar 1945 befreite

„Es war kein Wachtraum, ein lebender Toter stand mir gegenüber. Hinter ihm waren im nebligen Dunkel Dutzende anderer Schattenwesen zu erahnen, lebende Skelette. Die Luft roch unerträglich nach Exkrementen und verbranntem Fleisch. Ich bekam Angst, mich anzustecken, und war versucht wegzulaufen. Und ich hatte keine Ahnung, wo ich war. Ein Kamerad sagte mir, wir seien in Auschwitz. Es war uns klar, dass etwas Schreckliches über diesem Ort lag: Wir fragten uns, wozu all die Baracken, die Schornsteine und die Räume mit den Duschen gedient hatten, die einen seltsamen Geruch verströmten. Ich dachte an ein paar Tausend Tote – nicht an Zyklon B und das Ende der Menschlichkeit.“

Zitiert in der Rede von Dr. Jochen Palenker, Mitglied des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, zum 65. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 2010 in Berlin.


Werner Wintersteiner – Die Welt neu denken lernen

Mitschnitt einer Lesung im Rahmen der Sendung „EWIGKEITSGASSE. Kultur aus dem Kunstraum“, Dinzlschloss Villach, 18. November 2021


Gedenkveranstaltung Novemberpogrome 1938


Gedenkort für Elisabeth Fritz in Petschnitzen

Am 15. September 2021 wurde auf Initiative von Hansi Mikl in Petschnitzen ein Gedenkkreuz für die auf den Tag genau 78 Jahre zuvor im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück ums Leben gekommene Elisabeth Fritz eingeweiht. Im Rahmen einer berührenden und würdigen Feier gedachten die zahlreich erschienen Menschen der im Frühjahr 1943 von einem nahen Verwandten denunzierten und anschließend deportierten Petschnitzerin. Unser Verein durfte Teil dieser Gedenkinitiative sein.


Es ist wieder da!

Unser lange vergriffenes Buch „Im besten Einvernehmen“ – Antisemitismus und NS-Judenpolitik im Bezirk Villach ist nun endlich wieder erhältlich und kann über den Verlag Johannes Heyn oder unser Kontaktformular bestellt werden.